achtung katzenbuch: Schlüsselreiz von Heike Wolpert

Mmh… wer oder was ist bitte ein Schlüsselreiz und warum heißt das Buch bitte so? Darüber habe ich mir beim Lesen gar keine Gedanken gemacht… Das muss ich gleich in meinem KatzenDuden nachschlagen. Sch… Schl… Schlüssel… ah da: Schlüsselreiz!

Schlüsselreiz: spezifischer Reiz in Form bestimmter Merkmale (wie Farbe, Duft, Geräusch, Gestalt), der ein bestimmtes, besonders instinktives Verhalten in Gang setzt. (Quelle: Duden)

Achsoooo, also wenn Frauchen mich füttert und dabei mein Gehirn aussetzt… Wie bei Clooney. hihi 😀

Nun wollt ihr wahrscheinlich wissen, warum der 2. Krimi von Kater Socke so heißt. Wenn ich euch aber verrate welcher Schlüsselreiz beim Mörder ausgelöst wurde, dann verrate ich euch die ganze Geschichte. Das wäre blöd. Ich muss das also anders angehen…

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Aber ich verrate euch trotzdem worum es in Sockes 2. Fall geht. Es geht um Familie. In Hannover ist nämlich gerade die große Katzenmesse und Socke hofft, dort vielleicht etwas über seinen Vater zu erfahren, der wohl kein ordinärer (so würde Sockes Nachbarin Suleika es bezeichnen) Kater war. Während Socke sich auf den Weg zum Messegelände macht, um etwas über seine Herkunft zu erfahren, stolpert er im wahrsten Sinnes des Wortes über eine Leiche. Der Wachmann Dennis Dragowski wurde allem Anschein nach mit seinem eigenen Schlagstock ermordet. Socke verliert natürlich keine Zeit und will sein Herrchen, Hauptkommissar Peter Flott, auf den Toten aufmerksam machen. Aber der bewegt sich erst aus seinem Bett, als seine Menschenkollegen ihn übers Telefon informieren. Doch warum sollte jemand einen Wachmann einfach so umbringen? Während diese Frage dringend geklärt werden muss, wird die Polizei darüber informiert, dass auf der Messe ein wertvoller und prämierter Rassekater gestohlen wurde. Hat das etwas mit dem Tod des Wachmanns zu tun?

Logisch, dass Socke und seine Nachbarn bei der Aufklärung des Falls helfen wollen. Wenn da nur nicht Sockes blöder Schnupfen wäre… und das auch noch bei einer Tierärztin als Frauchen. Aber natürlich gelingt es ihm trotzdem auf die Spur des Täters zu kommen und Peter so auf dessen Fährte zu locken. Aber finden sie auch den Rassekater wieder?

Was Socke auf jeden Fall findet ist seine Familie. Vielleicht findet er nicht seinen richtigen Vater. Aber er findet für sich heraus, dass sein Herrchen Peter und dessen Freundin Chris auch eine ziemlich gute Familie abgeben. Und seine Nachbar sind natürlich auch sowas wie Familie. <3

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Heike Wolpert gelingt es im 2. Band erneut einen kurzweiligen Krimi mit viel Herz für Samtpfoten zu präsentieren. Das Buch hat alles was ein Krimi braucht und bleibt spannend bis zum Schluss. DEN Mörder hatten wir definitiv nicht auf dem Schirm unserer persönlichen Verdächtigen und dieses Verwirrspiel muss man erstmal hinbekommen. Aber sie macht das ja auch ganz clever. Sie hat uns nicht nur durch den Perspektivwechsel ständig auf die falsche Fährte gebracht, sondern sie hat uns auch mit den witzigen Gesprächen unter den Vierbeinern abgelenkt. Die Ermittlungsarbeit der Katzen ist fast besser, als die der Menschen. Wenn nicht gerade irgendjemand die Maus wegfuttert, die den Menschen einen Tipp liefern sollte… und nein, Clooney war es nicht!

Die Charaktere sowohl der Menschen, als auch der Tiere werden auch in diesem Band wieder sehr liebevoll ausgeformt, sodass man sie alle einfach nur ins Herz schließen kann. Vor allem Socke und seine Freunde, werden durch den Erzählstil förmlich lebendig und individuell.

Und ehrlich gesagt hat uns der zweite Fall von Socke noch besser gefallen, als der erste – und das, obwohl der auch schon super war.

Im Übrigen sind die Krimis so geschrieben, dass man sie auch unabhängig voneinander lesen kann. Heike gelingt es hierbei gut, wichtiges Vorwissen zu integrieren, ohne den treuen Lesern das Gefühl zu geben, alles doppelt zu lesen.

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Frauchen? Was ist die Steigerung von Empfehlen?

Mmh.. keine Ahnung, wieso?

Na ja, den ersten Socke-Krimi habe ich den Lesern schon empfohlen. aber der 2. ist ja noch besser. Aber ich kann sie ja nicht zwingen, ihn zu lesen. Oder kann ich doch?

Hier findet ihr die Besprechungen zu weiteren Büchern von Heike Wolpert:

Schlüsselreiz (Band 2)

Katertrunk (Band 3)

Katergericht (Band 4)

Das Buch erschien im Gmeiner Verlag