achtung Buch: Mrs. Chippys letzte Expedition in die Antarktis. Das bisher unentdeckte Tagebuch von Shackleton Schiffskatze

Ahoi Freunde!

Über ein Jahr ist es nun schon her, dass ich mit Mrs. Chippy auf große Expedition in die Antarktis gegangen bin. Den Marschbefehl hatte ich am 09. Dezember 2017 von AstroLibrium bekommen. Der Sternenwärter persönlich hatte eine Fachkatze angefragt, um dem Tagebuch auf den Grund zu gehen und da sagte ich natürlich nicht nein. Ich hatte eine tolle Zeit an Bord und habe auf facebook immer wieder in meinem (B)Logbuch darüber berichtet. Hier findet ihr noch einmal alle (B)Logbucheinträge.

Um mehr zu erfahren, ging ich also mit an Bord, um Mrs. Chippy kennenzulernen. Ich… im Schnee… außerhalb meiner Komfortzone. Aber was ich sah, war beeindruckend. An Bord gingen neben Unmengen an Proviant, auch 29 Mann Besatzung, 2 Schweine und 69 (!!!) kanadische Huskys!

Chippy war an Bord aber keineswegs als blinder Passagier unterwegs, sondern hatte ernstzunehmende Aufgaben. Neben der Beobachtung und Beurteilung des Kielwassers, kümmerte sie sich auch um die Mäuse und führte Schwerkraftexperimente mit Eisbröckchen durch. 

 

Ja, aber dann passierte es. Die Endurance saß im Packeis fest und konnte sich nicht weiter fortbewegen. Alle Versuche sie wieder zu befreien, scheiterten. Die Mannschaft musste sich eingestehen, dass das Schiff verloren ist, denn das Packeis zerquetschte das Schiff wie eine Blechdose. 

Sie mussten zu Fuß weiter über das Eis, wenn sie nicht mit dem Schiff im Eis ihr Ende finden wollten. Zusammen mit den Huskys bzw. denen, die davon übrig waren, traten sie ihre weitere Reise an. Doch vorher musste eine Entscheidung fallen. War es eine gute Idee Chippy mitzunehmen, zusammen mit den Hunden? Oder setzte man sie einer zu großen Gefahr aus? 

Wie hättet ihr an dieser Stelle entschieden? Klar ist, dass Katzen wahre Überlebenskünstler sind. Allein schon über diese Frage nachzudenken, erscheint absurd. Aber so kommen wir wieder zur Ausgangsfrage: Darf man jemanden erlösen, um ihm ein Leid zu ersparen? Meine Meinung dazu ist einfach. Wenn es für ihn eine Erlösung ist, weil der/die Hund/Katze/Mensch dann nicht mehr leiden muss und keine Schmerzen mehr hat, dann sollte man ihm/ihr helfen können schneller Frieden zu finden. Niemand, egal ob Mensch oder Tier, sollte mit Schmerzen oder in einem lebensunwürdigen Zustand weiter vor sich hinvegetieren müssen. 

Aber sollte man darüber nachdenken eine Katze zu erlösen, nur damit ihr die Hunde nicht gefährlich werden? Oder kann man davon ausgehen, dass sich die Katze selber hilft und schneller ist und die Hunde auf Abstand hält. Wäre es eine Erlösung hier dem Schicksal vorzugreifen? Die Fragen lassen wir so im Raum stehen. Und wenn ihr wissen wollt, wie man sich am Ende bei Mrs. Chippy entschied, dann empfehlen wir euch ihr Tagebuch. 

Wie die eigene Lebensgeschichte ausgeht, kann ja eigentlich nur jemand schreiben, der überlebt hat. Oder zweifelt ihr etwa daran, dass Katzen Tagebuch schreiben können?

Na gut, ich gebe zu: Sie hatte menschische Hilfe. Caroline Alexander half ihr alles aufzuschreiben. Aber es gibt nirgendwo Informationen, dass die gute Frau Kätzisch beherrscht. Hat sich Chips Erzählungen überhaupt richtig verstanden? Es ist mir einzig und allein bekannt, dass sie eine Spezialistin in der Forschung über Ernest Shackleton ist. Reicht das aus?

Aber mal ganz ehrlich: Wer meine Beiträge liest, würde niemals daran zweifeln, dass Katzen Tagebuch schreiben, oder? Es liest sich jedenfalls sehr glaubwürdig und ich bin extra für euch auf große Expedition gegangen, um mich selbst von der Wahrheit zu überzeugen.

Als Fachkatze kann ich abschließend nur sagen, dass jeder dieses Buch gelesen habe sollte, der sich mit Antarktisexpeditionen beschäftigt. Der Perspektivwechsel in die Katzensicht ist einmalig. Und spannend ist dieses Buch auch. 

Diese Besprechung widme ich Flocke, meinem Bloggerkumpel im Himmel.